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11.05.2012

Ausbildung und Übernahme gehören zusammen

JAVen machen auf Betriebsrätekonferenz Druck für die Interessen der Jugend

Die diesjährige Betriebsrätevollkonferenz des Fachbereichs Handel vom Unternehmen real,- fand am 24./25.April 2012 in Willingen statt. Unter dem Motto „Ausbildung und Übernahme gehören zusammen“ organisierten sieben von 20 Gesamt Jugend- und Auszubildenden - Vertreter_innen einen Infostand zu der Versammlung.

Zum ersten Mal gelang es, direkt vor Ort mit den Betriebsräten ins Gespräch zu kommen und Sorgen und Nöte der jungen Beschäftigten auf den Tisch zu bringen: Vorausgegangen war die JAV – Konferenz der Real-Beschäftigten im März, auf der eindeutige Problemstellungen sichtbar geworden waren. Wichtige Themen wie die Übernahme der JAV Mitglieder nach § 78 a BetrVG, der Besuch von JAV – Grundlagenseminaren oder auch der demografische Wandel im Handel waren dort wichtige Themen.

Unterstrichen von einem großen Banner, das die momentane Situation zum Besuch von JAV - Grundlagenseminaren beschrieb, hielt die GJAV – Vorsitzende Ihren Bericht und beschrieb die Ergebnisse der letzten zwölf Monate.

„Eines haben wir jetzt schon geschafft, wenn man den Worten des Geschäftsführers Personal Andreas Schrödinger glauben kann: Es wird in diesem Jahr keine Übernahmen mit einer Wochenarbeitszeit von bis zu 20 Stunden geben, hier sollen mindestens 30 Stunden erreicht werden“ sagte der zuständige Fachbereichsjugendsekretär im Handel, Stefan Najda.

Er bekam die Möglichkeit vor den rund 600 anwesenden Betriebsräten und dem real,- Management zum demografische Wandel im Handel zu reden und desweiteren Einblicke in gute Regelungen der Mitbewerber im Handel zu geben.

„Wir hoffen definitiv, dass positive Beispiele hilfreich vorangehen und es so gelingt, die Qualität der Ausbildung sowie die Übernahme für unsere jungen Beschäftigten künftig zu sichern“, so Ringo Bischoff, ver.di Bundesjugendsekretär zu diesem Thema. „Ausbildung und Übernahme gehören zusammen- ganz gleich in welchem Tätigkeitsfeld. Ohne Wenn und Aber.“

Kommentare

Sehr coole Aktion von den real,- JAV-Mitgliedern. Weiter so........... Mehr Infos zur GJAV von real,- unter --> http://einzelhandel.verdi.de/unternehmen/real/gjav-news
Der Blogeintrag stimmt mich sehr nachdenklich. Wenn hier von Problemen der jungen Beschäftigten die Rede ist, meint ihr doch wohl eher die Probleme von Funktionären. Von den Besuchen von JAV-Grundlagenseminaren und der Übernahme der JAV-Mitglieder nach der Ausbildung ist im Einzelhandel die Berufsausbildung qualitytiv kein Stück besser geworden. Viel drängendere Fragen sind doch wohl die Sicherstellung der Qualität der Berufsausbildung bei immer stärkler ausufernden Öffnungszeiten, Ausdünnung der Personaldecken, Abbau von qualifizierten Beschäftigten von Ersatz durch geringqualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Auswirkungen auf die Ausbildung. Wie sieht es denn mit der Sicherstellung des innerbetrieblichen Unterrichts aus? Wie mit der Qualität des Berufsschulunterricht. Warum schreibt ihr dazu nichts? Das wäre eine coole Aktion der GJAV gewesen und keine Funktionärsbespassung, von der nur eine Hand voll Menschen etwas hat.
@real,- Wirtschaft schön wäre es wenn Du mal Deinen Namen nennst Du kannst Dich auch gerne persöhnlich an mich wenden Stefan.najda@verdi.de was Du schreibst ist ganz einfach Bull Shit ! Die GJAV bei real,- hat das Büchergeld für alle Azubis erkämpft! Desweiteren eine ganze Reihe von Azubiübernahme möglich gemacht! Die bundesweiten JAV Mitglieder lassen sich schon lange nicht mehr alles gefallen und das ist auch gut so! Schlimm genug das JAV Mitglieder bei real,- immer wieder um geltendes recht wie z.B. JAV Grundlagenseminare kämpfen müssen. Mit freundlichem Grus gez. Stefan Najda
Hallo alle zusammen, Erst einmal muss ich los werden, dass ich es sehr interessant finde wie andere über die Aktionen der GJAV denken. Außerdem, real,- Wirtschaft die Gjav kann sicher nicht den Schulunterricht verbessern , da wie jeder weiß Schule also Bildung Länder Sache ist, also jedes Bundesland entscheidet wie und warum, daher kann man sicher Anträge zur Verbesserung stellen, diese werden aber sicherlich abgelehnt. Die Gjav setzt sich für bessere Ausbildungsqaulität, und bessere Chancen nach der Ausbildung ein. Niemand kann mir erzählen , das eine Ausbildung wo der Auszubildende überwiegend alleine auf der Fläche ist, und keine Unterstützung im Bezug auf Fachkompetenz oder ähnliches bekommt eine gute Ausbildung sei. real,- wirbt mit : zeig was in dir steckt Aber kümmert sich nicht um die Auszubildenden. Die Jugend ist die Zukunft dies sollte mal endlich in eure köpfe gehen, die jugendlichen duzte bei real,- eine Ausbildung beginnen, haben eine Vorstellung von ihrem Leben, wollen vlt. mal eine eigene Wohnung, und Familie. Wie soll das möglich sein wenn die Auszubildenden 2/3 Jahren in denen die Ehrgeiz gezeigt, sich mühe gegeben haben und dennoch nach der Ausbildung lediglich einen 20 Stunden Arbeitsvertrag für ca. 6 Monate bekommen. Wo ist da die Entlohnung ?? Die sollen zeigen was in ihnen steckt, aber bekommen nur das als Dankeschön ?? Vielleicht sollte man erst einmal da dran arbeiten! Den auszubildende nach der Ausbildung einen guten Arbeitsplatz zu bieten! In der heutigen Wirtschaft wo die Lebensmittel und Rohstoff Preise so steigen , kann man nicht mit 20 oder 30 Stunden ein eigenes leben führen. ich finde , eine gute Idee wäre es, wenn die Vorstandsmitglieder bei real,- jeden Monat 25 % ihres Gehalts abgeben. Damit kann man sicher einigen Auszubildenden einen Arbeitsplatz bieten, und den Vorstandsmitglieder machen 25 % sicher nichts aus.
Siehste Kollege Najda, meine Entscheidung, nicht unter Klarnamen zu kommentieren war richtig. Denn eines haben insbesondere Jugendsekretäre von DGB-Gewerkschaften drauf. Fragen und kritischen Kommentaren weichen sie dadurch aus, dass sie unter drastischer Wortwahl die Meinung anderer diskreditieren. Du hast doch bei verdi das Programm "Sekretäre in Einarbeitung" oder so ähnlich druchlaufen, oder? Lernt ihr dort nicht, mit abweichenden Meinungen umzugehen? Statt auf meine Fragen sachlich zu antworten, werden meine Ausführungen als "Bull Shit" tituliert. Schlechter Stil, Herr Kollege. Und wird sind tatsächlich Kollegen, bin ich doch auch Mitglied einer DGB-Gewerkschaft. Du hast doch gute Arguemente, warum trägst du sie nicht einfach sachlich vor und lässt diese für sich sprechen? Warum driften politische Auseinandersetzungen immer in persönliche Diskreditierung ab? Ich verstehe das nicht. Und ich bleibe dabei. Ich finde die Übernahmeregelung des § 78a BetrVG äußerst schwierig, weil es immer wieder JAV-Mitglieder gibt, die nur wegen dieser Übernahmegarantie (wie auch immer sie letzten Endes ausgelegt wird) JAVler werden, auch wenn sie sich um die Azubis nicht kümmern, nur die Vorteile von Freistellungen und Seminarbesuchen in Anspruch nehmen und ansonsten nichts tun. Und ich bleibe weiterhin dabei, dass die Form der Seminare, wie sie in den meisten DGB-Gewerkschaften organisiert sind, kaum nachhaltigen Bildungserfolg haben, weil das Erlernte in der Praxis nicht auf einmal zur Anwendung kommt. Ich empfehlte die neusten Erkenntnisse und Diskussionen um Lernformen und Lernorganisation zur Lektüre. Ich bin der Meinung, dass die Gewerkschaften dem Bildungsbedarf der Mandatsträger nicht gerecht werden können, weil der Transfer in die Praxis und die kritische Reflektion fehlt. @Beate: Danke für die Belehrung. Ich habe mich aber ausdrücklich auf den innerbetrieblichen Unterricht bezogen. Und der geht die JAV sehr wohl etwas an, liegt in ihrem Ausbildungsbereich. Ich bin bei dir, dass man mit einem 20 oder 30 Stunden Arbeitsvertrag, und schon gar nicht im Einzelhandel, ein eigenes Leben gestalten kann. Da kann man von einem Vollzeitentgelt eines Verkäufers ja kaum Leben: Und ich weiss wovon ich rede, habe ich vor meinem Studium doch im Einzelhandel gelernt und gearbeitet. Heute, mit abgeschlossenem Studium, bin in in der Metallindustrie beschäftigt und mit 84.000 Euro Jahreseinkommen doch sehr anständig entlohnt. Das ist aber auch einen Teil gesellschaftlicher Debatte: Wir wollen alles, möglichst billig. Und leider auch die Leute, die mehr ausgeben könnten, als sie es tun. Und darunter leiden dann auch die Beschäftigten im Einzelhandel, ein Zustand, der äberbar ist, wenn es die Menschen wollen würden.
Wir, die Gesamt Jugend- und Auszubildendenvertretungen von real,- haben mehrer Ziele auf unserer Agenda! Einige davon konnten wir auch schon durchsetzten. In erster Linie geht es uns um die Ausbildung und deren Qualität in unserem Unternehmen! Auszubildende sollen Zeit für Ihre Ausbildung bekommen und nicht als Lückenbüßer fungieren. Hierzu konnten wir ein Schreiben des Arbeitgebers an alle Geschäftsleiter durchsetzten, in dem die sofortige Unterlassung angeordnet war! Desweiteren konnten wir eine Gleichbehandlung in Sachen Büchergeld erreichen.Alle Auszubildenden bekommen nun bis zu 35€ pro Ausbildungsjahr für Ihre Schulbücher von real,-! Eine Ungleichbehandlung innerhalb des Unternehmens konnten wir nicht länger dulden! Wir sprechen in allen Sitzungen, ob mit den Geschäftsführern, Bezirksleitern, Vertriebsleitern etc. Über die Umsetzung und Einhaltung der GBV Ausbildung. Aber nicht wir als Funktionäre sind für die Umsetzung zuständig, sondern die Geschäftsführung bzw. Die Marktleiter vor Ort! Eine Übernahme nach der Ausbildung von der man sich ein eigenes Leben aufbauen kann, ist eine ständige Forderung unseres Gremiums! Wir zeigen nicht 3 Jahre in der Ausbildung was in uns steckt, für einen Arbeitsvertrag von 20h und einer Befristung von 6 Monaten! Da ist mehr drin!!!! Wir setzen uns natürlich auch für unsere Kolleginnen und Kollegen der JAVen vor Ort ein, denn Sie sind es, die Oft Kopf und Kragen hin halten um bestehende Vereinbarungen mit Leben zu füllen. Und jeder/jede der/die diesen Position schon einmal ausgeübt / vertreten hat, weiß das der Kampf nicht immer leicht ist! Zum Abschluss möchte ich noch einmal schreiben, das Menschen die unsere Arbeit in der GJAV kennen und diese verfolgen wissen, dass wir uns nicht nur für unsere eigenen Rechte einsetzen, sondern immer zuerst für unsere Auszubildenden!!! Denn diese haben uns als Vertrauenspersonen im Markt / Unternehmen gewählt!!! Mit freundlichen Grüßen Katharina Golbs GJAV Vorsitzende real,- SB Warenhaus GmbH
@ real,- Wirtschaft: Was ist denn dein Problem? Ich finde, wenn du eine Aktion von Menschen damit kommentierst, die sich offensichtlich für die Interessen von Auszubildenden einsetzen, dass sie Seminare besuchen und immer noch zu wenig machen und du dann noch in einem weiteren Posting nachlegst, dass JAVen ja eh nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, ist das kein guter Stil. Und warum du erzählst, dass du jetzt 84.000 Euro verdienst, erschließt sich mir auch nicht. - Mich interessiert das im Zusammenhang mit der JAV-Arbeit bei real überhaupt nicht. Es wirkt ein wenig TROLLig. Deinen Blick auf den Schutzparagrafen für JAVen kann ich auch nicht nachvollziehen, denn gerade dieser Artikel zeigt, mit welch harten Bandagen im Handel gekämpft wird und wie wichtig hier diese Schutzvorschriften sind. Die anderen Probleme, die du aufzählst, sind ja sicher berechtigt, kannst du aber nicht den Interessenvertreter_innen vorwerfen, sondern den Arbeitgebern. Ich nehem die JAVen bei real, als sehr engagiert war und weiß aus eigener JAV-Erfahrung, dass sich nicht alle Probleme die wir sehen, sofort lösen lassen. Auch nicht nach dem Besuch von JAV-Seminaren. Aber diese Seminare geben eine gute Grundlage, um die Themen im Betrieb erfolgreich angehen zu können.

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