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02.07.2013

Wettbewerb gegen Rassismus

Die Gelbe Hand 2013/2014

Es geht wieder los: Der gewerkschaftliche Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ ruft erneut zur Teilnahme am Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ auf. Beteiligen können sich Mitglieder der Gewerkschaftsjugend, Berufsschüler_innen und alle Jugendlichen, die sich derzeit in einer beruflichen Ausbildung befinden. Gesucht werden kreative Beiträge gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus und für ein solidarisches Miteinander.

Diskriminierung gilt es den Kampf anzusagen – auch in Ausbildung und Arbeitswelt. Das Engagement für Gleichbehandlung kann vielfältige Formen annehmen. Dabei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, wie der Wettbewerb "Die Gelbe Hand" zeigt.

Neben Reportagen, Kurzfilmen, Fotostorys und Ausstellungen ist noch vieles weitere möglich: Wie der Beitrag gestaltet ist, bleibt ganz der Fantasie der Teilnehmenden überlassen. Großes technisches Knowhow ist dabei gar nicht nötig. Wichtiger ist ein kreativer Zugang zum Thema, der couragiertes Handeln erfahrbar macht.

"Der Kumpelverein tritt mit diesem bundesweiten Wettbewerb engagiert und erfolgreich für gleiche Rechte aller Menschen ein", so die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Zusammen mit dem Vorsitzenden der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel, übernimmt sie die Schirmherrschaft für den Wettbewerb.

"Es ist gut so, dass dieses Projekt an einem entscheidenden Hebel ansetzt: in der Arbeitswelt. Eben dort, wo sich Integration in die Gesellschaft am besten verwirklichen lässt", so Lieberknecht weiter.

Arbeitswelt ohne Rassismus
Klaus Wiesehügel erinnert an die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis 1933, die eine ständige Mahnung sei, uns aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremes Gedankengut einzusetzen.

"In der Gebäudereinigung und im Baugewerbe arbeiten oft Menschen aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen. Meistens klappt das problemlos. Doch dort, wo sich Fremdenfeindlichkeit zeigt, sagen wir lautstark: Mach meinen Kumpel nicht an! Wir wollen eine Arbeitswelt ohne Rassismus", so Wiesehügels eindeutige Meinung.

Was gibt es zu gewinnen? 1.000 Euro für den ersten Preis, 500 Euro für den zweiten Preis und 300 Euro für den dritten Preis. Hinzu kommen drei Sonderpreise des Landes Thüringen, der DGB-Jugend Thüringen und der DGB-Jugend Nordrhein-Westfalen, die mit jeweils 500 Euro dotiert sind.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 17. Januar 2014.

Der Verein
"Mach meinen Kumpel nicht an!" ist eine der ältesten antirassistischen Organisationen in Deutschland (25 Jahre alt) und engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus. Er wurde als Antwort der Gewerkschaften auf den zunehmenden Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit in der Bundesrepublik der 80er Jahre gegründet.

Mehr Infos zum Wettbewerb gibt es auf der Webseite der Gelben Hand.