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30.04.2014

1. Mai – sei dabei!

Am Tag der Arbeit aktiv werden und Gesicht zeigen

Der erste Mai ist in zahlreichen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, an dem Beschäftigte auf öffentlichen Plätzen und Straßen für ihre Forderungen demonstrieren. Wie es dazu kam und warum es an diesem Tag nach wie vor wichtig ist, sich an Aktionen und Demonstrationen zu beteiligen – alle Infos hier im Überblick.

Weltweit gilt der Erste Mai als „Tag der Arbeit“. Der Ursprung dieses Feiertages geht auf die amerikanische Arbeiterbewegung zurück, die im Jahr 1886 erstmals massiv für die Einführung des Acht-Stunden-Tages mobilisierte. Fortan entwickelte sich dieser Tag zu einem ritualisierten Protesttag, an dem Arbeiterparteien und Gewerkschaften mit Massendemonstrationen und Arbeitsniederlegungen auf ihre Forderungen aufmerksam machten.

Einen umfassenden Überblick zur Geschichte und zum historischen Bezug des Maifeiertags liefert der Deutsche Gewerkschaftsbund (kurz DGB).

Missbrauch des Feiertages durch Nationalsozialisten
Leider ebenfalls traditionell – und zwar früher wie heute – ist die Vereinnahmung des Maifeiertages durch Nazis, die dieses Datum zur Verbreitung ihrer braunen Propaganda nutzen. Erstmals 1933 münzten sie den „Kampftag der Arbeiterbewegung kurzerhand zum Nazifeiertag um und setzten am 2. Mai 1933 in einer beispiellos grausamen und landesweiten Aktion zur Zerschlagung der Gewerkschaften an.

Das Phänomen Rechtspopulismus hat sich in den letzten Jahren leider noch verstärkt und bis heute missbrauchen Neonazis den Tag der Arbeit, um gegen eine länderübergreifende Solidarität und stattdessen für die Rückbesinnung auf den eigenen Nationalstaat und die Wiedereinführung des Nationalsozialismus zu marschieren.

Umso wichtiger ist es damals wie heute, am 1. Mai Farbe zu bekennen! Auch in diesem Jahr sind leider in vielen Städten Nazi-Kundgebungen angekündigt. Wo es am Maifeiertag besonders auf eure Unterstützung ankommt, weiß der Störungsmelder.

Wir für euch – gemeinsam stark!
Der Tag der Arbeit ist also ein ganz besonderer Tag für Gewerkschaften. Und die ver.di Jugend ist eine der wichtigsten deutschen Instanzen und Anlaufstellen für alle Themen rund um Ausbildung und Berufseinstieg. Als Teil der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di organisieren wir bundesweit über 100.000 Auszubildende, junge Beschäftigte, Erwerbslose, Schüler_innen und Studierende.

Mit unseren Themenschwerpunkten liegen wir richtig und treffen den Puls der Zeit, wie unserer Mitgliederzahlen beweisen – immer mehr junge Menschen engagieren sich in der Gewerkschaftsjugend. Die ver.di Jugend legt aktuell das vierte Jahr in Folge zu und wird noch in diesem Jahr die Marke von 115.000 Mitgliedern knacken. Insgesamt vereint die Gewerkschaftsjugend des DGB mittlerweile knapp eine halbe Million junge Menschen unter ihrem Dach.

Und das ist gut so, denn jedes neue Mitglied verstärkt nicht nur unsere politische Schlagkraft, sondern erhöht auch unsere Durchsetzungsfähigkeit in Tarifrunden. Und natürlich haben unsere Mitglieder auch persönlich und ganz konkret etwas davon – zum Beispiel eine kostenlose Mietrechts- und Lohnsteuerberatung, ein breites Weiterbildungsangebot oder im Ernstfall auch eine Arbeitsrechtsberatung.

Engagiert für gute Arbeit und gegen Nazis!
Der Tag der Arbeit ist und bleibt für uns alle ein Tag des Widerstands gegen Ausbeutung und Unterdrückung – für Migrant_innen ebenso wie für Arbeitende, Erwerbslose, Studierende, Schülerinnen und Schüler.

Unsere Mission tragen wir gerade am Maifeiertag verstärkt in die Öffentlichkeit. Unsere traditionellen Demonstrationen am 1. Mai stehen für unsere wichtigsten Forderungen: Wir wollen gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, ein ordentliches Weiterbildungsangebot und sichere Arbeitsplätze für alle. Wir fordern faire Einkommen, menschenwürdige Mindestlöhne und wir wollen bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Und natürlich stellen wir uns am 1. Mai auch ganz entschieden dem braunen Mob entgegen und kämpfen gegen die Vereinnahmung dieses Feiertages durch Nazis. Gegen stumpfsinnige Propagandaparolen von rückwärtsgewandten Rechtspopulisten. Für Frieden, Gerechtigkeit und internationale Solidarität.

Genau dafür brauchen wir eure Verstärkung: je mehr, desto besser! – „Alles klar, ich bin dabei! Was geht in meiner Stadt?“ – Zu den geplanten Aktivitäten am 1. Mai wissen eure Leute vor Ort am besten Bescheid. Auf unserer Website findet ihr die Jugendsekretär_innen in eurer Region.

Seid aktiv, zeigt Gesicht und beteiligt euch an unseren Aktionen: Kommt am 1. Mai auf die Straßen und setzt mit uns zusammen ein Zeichen!